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Petition: OGame auf den Index PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Alex deLarge   
Sonntag, den 25. Februar 2007 um 22:15 Uhr
In den letzten Jahren wird unsere Jugend immer gewalttätiger und skrupelloser! Schuld daran sind nicht nur die in letzter Zeit stark in der öffentlichen Kritik stehenden, Gewalt verherrlichenden Killerspiele, in welchen sich die meist jugendlichen Spieler durch hunderte von Zombies und Außerirdische schlachten müssen, um zum Erfolg zu kommen, sondern auch eine ganz unscheinbare Kategorie der Computerspiele: Die sogenannten Browsergames.

Der bekannteste Vertreter dieser scheinheiligen Spiele, die auf den ersten Blick nur nach harmlosen Zahlen, Bildchen und Tabellen aussehen, ist OGame, welches sich selbst auf der eigenen Startseite als "strategisches Weltraum-Simulationsspiel" bezeichnet. Wie ironisch diese Selbstdarstellung in Wirklichkeit ist, merken die meisten Spieler leider erst, wenn es bereits zu spät ist.

Um ahnungslosen und unschuldigen Neulingen den Einstieg zu erleichtern und sie sogleich an das Spiel zu fesseln, sorgt ein Funktion, neudeutsch 'Noobschutz' genannt, dafür, dass die Spieler anfangs von den Angriffen anderer Imperatoren, und somit von der wahren Brutalität des Spiels verschont bleiben. Doch sehr bald erlischt dieser Schutz, und schon sieht der ahnungslose Anfänger riesige feindliche Armaden auf sich zufliegen, welche mit hemmungsloser Schadenfreude alles zerstören, was er sich in mühevoller Arbeit aufgebaut hatte. Manche Spieler erkennen daraufhin recht schnell die Ungerechtigkeit und das Gewaltpotential in OGame, und verlassen es schnell wieder - doch wer bleibt und einen neuen Anlauf wagt, der ist sehr schnell gefangen in einem Sog aus Machtgier und Gewalt.

In OGame wird jeder Spieler zum intergalaktischen Imperator, welcher auf martialische Weise sein Reich regiert. Sämtlichen Protesten und Klagewellen von Bürgerrechtsbewegungen zum Trotz findet die Bevölkerung, welche Tag um Tag in den Minen schuftet, und selbst die Besatzungen der Kampfschiffe, um welche sich in diesem Kriegsspiel alles dreht, an keiner Stelle Erwähnung. Dass den Spielern dadurch wichtige Werte wie Rücksichtnahme, Mitgefühl und Nächstenliebe verloren gehen, stört die skrupellosen und machtversessenen Erschaffer dieses Spiels offensichtlich nicht im Geringsten - scheinbar ist diesen Seelenverkäufern zum Geldverdienen jedes Mittel recht. Alleine der Fakt, dass viele Spieler ohne mit der Wimper zu zucken mehrfach 1667 virtuelle Menschenleben opfern, nur um einen kalten Mond um einem ihrer Planeten kreisen zu lassen, sollte vor allem besorgten Eltern zu denken geben.

Ein Großteil der meist noch minderjährigen Spielerschaft verfügt noch nicht über genug Erfahrung und geistige Reife, um eine derart perverse Fiktion, in der tausende Leben für ein paar Rohstoffe geopfert werden, von der Realität unterscheiden zu können. Die Gefahr langfristiger psychologischer Schäden ist enorm, was sich auch im zu OGame gehörigen Diskussionsforum ständig zeigt. Dort bejubeln tausende von Spielern die größten Massaker, denken sich neue Vernichtungsmethoden aus, erklären in einem eigens dafür vorgesehen Bereich brutalste Kriege und beschimpfen sich gegenseitig auf eine Weise, welche jeden Pädagogen an den Rand eines Herzinfarktes bringen würde.

Dieses Gewaltpotential wirkt sich jedoch nicht nur auf Kinder und Jugendliche aus, längst schon wurden ganz andere Personenkreise auf OGame aufmerksam. Die amerikanische Armee trainiert ihre Soldaten seit Jahren mit diesem Spiel, um den Marines jeglichen Skrupel zu nehmen und sie auf kommende imperialistische Kriege vorzubereiten. Unbestätigten Gerüchten zufolge soll selbst die al-Qaida ihre Gotteskrieger in eigens dafür eingerichteten Boot-Camps erst in die Kunst von OGame eingeweiht haben, um sie auf ihre weiten Aufgaben vorzubereiten. Diese erschreckende Entwicklung erfordert sofortiges Einschreiten, um unsere Kinder vor einem solchen Schicksal zu bewahren.

Allein dem großen politischen Einfluss der GameForge-Lobby ist es zu verdanken, dass das Spiel in Deutschland noch immer nicht verboten ist. Das muss sich ändern! Schreibt euch in die Petition ein, indem ihr einen Kommentar verfasst, und helft uns, etwas gegen dieses Übel zu unternehmen!
 

 

 

Dieser Artikel wurde ursprünglich im inzwischen leider eingestellten StarMagazin veröffentlicht.






 


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